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Termin Informationen:

  • Di
    18
    Sep
    2018

    "Alle gegen alle? Diskriminierung in der pluralen Gesellschaft"

    09:30 - 17:30 UhrFriedrich-Ebert-Stiftung Hiroshimastraße 28 (Haus 2), 10785 Berlin

    Die Radikalisierung der öffentlichen Debatte innerhalb weniger Jahre, die Zunahme von politisch motivierter Kriminalität und auch die wachsende Präsenz von rechtspopulistischen Einstellungen in Parlament und Medien sind Grund genug zur Frage, ob die heutige deutsche Gesellschaft diskriminierend ist. Diese Diskussion wird teilweise erbittert geführt, nicht zuletzt weil unsere Gesellschaft viel Wandel in den letzten Jahrzehnten erlebt hat. Neue Migration, der Mauerfall, die Öffnung der innereuropäischen Grenzen, die Balkankriege und die aktuelle Flüchtlingssituation sorgen dafür, dass die deutsche Gesellschaft heute multikultureller denn je ist.

    Die aktuellen Debatten um Antisemitismus in der muslimischen Gemeinschaft beweisen, dass unsere Gesellschaft Probleme mit dem scheinbar neuen diskriminierenden Verhalten hat, obwohl z. B. die FES-Mitte-Studien bereits seit Jahren auch die Verwurzelung der Diskriminierungen in ganz Deutschland nachweisen. Zeigt das, dass wir die fest in der deutschen Bevölkerung verankerten diskriminierenden Denkweisen und Verhalten nicht wahrnehmen und nur auf die Anderen schauen?

    Die Frage von Diskriminierung in der Einwanderungsgesellschaft geht nicht nur die Betroffenen etwas an, sondern die ganze Gesellschaft. Egal ob Neubürger_in oder „Alteingesessene_r“: Diskriminierung muss überall angegangen werden. Eine sehr wichtige Stellschraube in der Gesellschaft, bei der diese Sensibilisierung stattfinden kann und muss, ist die Schule. Schule ist sowohl der Ort, an dem die Grundkonflikte sichtbar werden als auch der Ort, wo sie effektiv bearbeitet werden können. Deswegen wollen wir mit dieser Tagung einen breiten Überblick zum Thema der Diskriminierungen in der deutschen Gesellschaft anbieten, damit Pädagog_innen aus unterschiedlichen Feldern durch gegenseitiges Kennenlernen und Vernetzen mit anderen gegen Diskriminierung Engagierten für diese Thematik sensibilisiert werden können.

    Dabei ist die Frage nicht, ob Diskriminierung in der deutschen Gesellschaft existiert, sondern vielmehr, was wir wirkungsvoll dagegen unternehmen können! Zu dieser Diskussion laden wir Sie herzlich ein! Das Programm zu der Veranstaltung finden Sie angehängt an diese Email oder unter diesem Link: https://www.fes.de/lnk/3c0

    Diese Fachtagung richtet sich hauptsächlich an inner- und außerschulisch tätige Pädagog_innen in Schulen, bei Bildungsträgern, Gedenkstätten, etc.

    Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
    Anmeldung: https://www.fes.de/veranstaltungen/?Veranummer=227625
    Fragen: forum.bs@fes.de

    Mit freundlichen Grüßen
    Sönke Hollenberg, Arbeitsbereich Integration und Teilhabe im Forum Berlin der FES
    Franziska Schröter, Projekt gegen Rechts im Forum Berlin der FES
    Matéo Suard, Praktikant im Forum Berlin der FES
    Benjamin Schmidt, Sachbearbeiter im Forum Berlin der FES