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Es kann so einfach sein: Gewährt Mädchen und Frauen die ihnen zustehende Hälfte! Obwohl sie mehr als 50 Prozent der Bevölkerung ausmachen, sind Macht, Zeit und Einkommen auch im Jahr 2019 ungleich verteilt. In der Brandenburgischen Frauenwoche diskutieren wir, wo es hakt und wie es „ganz einfach sein kann“:

  • Politik – Einfluss – Entscheidungen

100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts sind Frauen im politischen Betrieb noch immer unterrepräsentiert. Vor allem auf kommunaler Ebene wirken Frauen viel zu selten mit.

  • Einkommen – Wohlstand – Altersvorsorge

Bis heute ist die Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern nicht überwunden. Frauen sind deutlich häufiger in pflegenden und erziehenden Berufen tätig, die belastend und zugleich schlecht bezahlt sind. Weniger Lohn und Teilzeit beeinflussen die späteren Rentenbezüge erheblich.

  • Partnerschaftliche Arbeitsteilung

Trotz steigender Erwerbstätigkeit von Frauen und in Paarbeziehungen, die sich selbst als modern und progressiv einschätzen, bleibt es wie gehabt: Frauen übernehmen bis heute den Großteil der häuslichen Aufgaben und verbringen viele Stunden ihrer Freizeit damit.

  • Pflegearbeit – Kindererziehung – unbezahlte Arbeit

Frauen kümmern sich häufiger um Kinder und um pflegebedürftige Angehörige und stecken dafür im Berufsleben zurück – auch hier wieder mit Auswirkungen auf ihr Einkommen und ihre Rente.

  • Solidarität unter Frauen

Hälfte/Hälfte bedeutet auch: solidarisch sein mit anderen Mädchen und Frauen, sich gegenseitig füreinander einsetzen – egal, woher eine kommt, welcher Religion sie angehört oder welche Sprache sie spricht.

  • Film – Fernsehen – Medien

Nicht erst seit #metoo und dem „Bechdel-Test“ wissen wir, dass im Kulturbereich einiges im Argen liegt: Frauen sind in der Medienbranche unterrepräsentiert und spielen in Filmen eindimensionale Rollen.

  • Forschung – Wissenschaft – Diskurse

Mädchen und Frauen haben die besseren Schulabschlüsse und studieren heute ebenso häufig wie Männer. Doch nach dem ersten Hochschulabschluss wird deutlich: Promotionsstellen, Forschungsstellen und Professuren sind noch immer zu großen Teilen von Männern besetzt. Das beeinflusst auch, zu welchen Inhalten und mit welcher Perspektive geforscht wird.

  • Sichtbarkeit

Mit Denkmälern, Straßennamen und Preisvergaben werden überwiegend Männer gewürdigt. Frauen und ihre Verdienste bleiben unsichtbar.

Was ist die Brandenburgische Frauenwoche?

Engagierte Frauen, Gleichstellungsbeauftragte, Aktivist_innen, Vertreterinnen von Frauenverbänden und –netzwerken organisierten 1991 die erste Brandenburgische Frauenwoche. Seitdem findet sie in jedem Jahr um den Internationalen Frauen*kampftag am 8. März statt und schließt auch den Weltgebetstag mit ein.

Diese traditionelle Frauenwoche ist einmalig in Deutschland; sie steht immer unter einem anderen Motto und bündelt landesweit eine Vielzahl von Fachtagungen, Vorträgen, Frauenstammtischen, sportlichen Wettkämpfen, Festveranstaltungen, Workshops, Ausstellungen etc. Die geben den Brandenburger Frauen die Gelegenheit, auf ihre Belange aufmerksam zu machen, ihre Interessen und Forderungen zu formulieren und sich einzumischen. Vor allem aber hat sich die Frauenwoche zu einem wichtigen Instrument der Sensibilisierung und Kommunikation für frauen- und gleichstellungspolitischen Themen etabliert. Sie vereint die verschiedensten AkteurInnen: kommunale Gleichstellungs- beauftragte, frauenpolitisch Aktive in Verbänden, Vereinen, Gewerkschaften, Parteien und der Kirche und vor allem viele Frauen unterschiedlicher Orte, sozialer Klassen und Generationen.

Der Frauenpolitische Rat Land Brandenburg koordiniert und informiert zu landesweiten Terminen, Themen und Veranstaltungen im Rahmen der Brandenburgischen Frauenwoche.

Überblick über 27 Jahre Brandenburgische Frauenwoche

Dokumente aus 27 Jahren Brandenburgische Frauenwoche sind auf unserer Webseite archiviert.

Archiv

 

Logos

Die Logos der Brandenburgischen Frauenwoche zum Download in s/w und CMYK:

 

LogoFW-sw-preview-2

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Die Brandenburgische Frauenwoche wird gefördert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Gesundheit und Familie des Landes Brandenburg und der Landesgleichstellungsbeauftragten Monika von der Lippe.