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Im Herbst feiern wir das 100-jährige Jubiläum des Frauenwahlrechts in Deutschland. Frauen haben in der Politik noch immer nicht die gleichen Chancen sich zu beteiligen wie Männer, auch nach 100 Jahren nicht. Unsere Konferenz „Frauen in die Parlamente!“ am 8. September war der Auftakt, Ursachen für die bestehende Schieflage zu erkennen, politische Hürden zu nehmen und Visionen zu entwickeln. Wir als Frauenpolitischer Rat Land Brandenburg fordern, mit allen 300.000 Frauen die bei uns organisiert sind, Geschlechtergerechtigkeit in den Parlamenten! Parität jetzt!

Wir brauchen ein Parité-Gesetz – jetzt!

 

Ausdrucken – Unterschreiben – Abschicken: Ihre Stimme für ein Parité-Gesetz!

Geben Sie uns Ihre Stimme für eine gesetzlich Regelung, die für eine angemessene Respräsentation von Frauen in der Kommunal- und Landespolitik sorgt. Wie das geht? Drucken Sie den unten stehenden Text aus, unterschreiben Sie ihn und schicken Sie ihn an den Frauenpolitischen Rat, Charlottenstraße 121, 14467 Potsdam, oder auch als Scan an kontakt@frauenpolitischer-rat.de Wir sammeln Ihre Einsendungen und übergeben Sie an den Brandenburgischen Landtag. Dort wird voraussichtlich zwischen Januar um März 2019 über ein Paritégesetz entscheiden. Machen Sie mit und verbreiten Sie unseren Brief in ihren Netzwerken!

Wir danken Ihnen für Ihr Engagement!

 

An die
Präsidentin des Landtages Brandenburg
Am Alten Markt 1
14467 Potsdam

Potsdam, 23.10.2018

Wir fordern ein Parité-Gesetz für Brandenburg – jetzt!

 

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin,

seit einhundert Jahren dürfen Frauen in Deutschland wählen und gewählt werden – ein Meilenstein in der Geschichte der Demokratie unseres Landes und Grundlage für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Jedoch ist die tatsächlich gleichberechtigte, d.h. paritätische Vertretung von Frauen und Männern in den Parlamenten Deutschlands noch lange nicht erreicht.

Nach Fortschritten im Schneckentempo und jahrelanger Stagnation folgten zuletzt Rückschritte. Der Frauenanteil im Brandenburger Landtag sank und beträgt derzeit 36 Prozent. Auf kommunaler Ebene sind es im Durchschnitt 23 Prozent. Ein zentraler Grund für die anhaltende Unterrepräsentanz von Frauen sind ihre im Vergleich zu Männern geringeren Aufstiegschancen in Parteien, z. B. bei der Vergabe von Wahllistenplätzen und Direktkandidaturen. Verbindliche gesetzliche Vorgaben können die strukturelle Bevorzugung von Männern ausgleichen – das hat sich in anderen gesellschaftlichen Bereichen gezeigt, und das gilt auch für die Politik.

Deshalb fordere ich den Landtag auf, noch in dieser Legislaturperiode verpflichtende gesetzliche Regelungen zu schaffen, die die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in der Kommunalpolitik und Landespolitik sicherstellen.

Frauen bilden die Hälfte der Bevölkerung. Sie müssen endlich auch die gleichen Chancen haben, ihre Sichtweisen, Interessen und Erfahrungen in die Gesetzgebung einbringen sowie an politischen Entscheidungen mitwirken zu können.

Die Zeit ist reif – für mehr Frauen, für Parité in der Politik. Dafür müssen jetzt die Weichen gestellt werden, dafür braucht es jetzt einen Beschluss des Brandenburger Landtags. Setzen Sie einen weiteren Meilenstein für die Demokratie Brandenburgs und Deutschlands! Brandenburg könnte das erste Bundesland mit einem Parité-Gesetz werden. Lassen sie uns dafür gemeinsam streiten!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Name

ggf. Ihre Funktion
ggf. Ihre Organisation

 

 

 

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Sie können uns auch eine Postkarte schicken, hier der Textvorschlag:

Wir fordern ein Parité-Gesetz! Wir fordern den Landtag auf, noch in dieser Legislatur verpflichtende gesetzliche Regelungen zu schaffen, die die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in der Kommunalpolitik und Landespolitik sicherstellen.

 

Weitere Informationen

Den Bericht der Landesregierung über geschlechterparitätische Regelungen im Landtags- und Kommunalrecht (DS 6/9699) finden Sie hier: https://www.parlamentsdokumentation.brandenburg.de/parladoku/w6/drs/ab_9600/9699.pdf

Zu diesem Bericht gibt es eine kritische Stellungnahme des FPR, die Sie hier herunterladen können: Stellungnahme FPR zum Bericht über geschlechterparitätische Regelungen im Landtags- und Kommunalwahlrecht