Rückblick auf die FPR-Mitgliederversammlung am 27.04.24 mit dem Fokusthema „Solidarität der frauenpolitischen Verbände als Antwort auf Antifeminismus“

Posted by on Mai 2, 2024 in Allgemein

Bei strahlendem Sonnenschein fand am 27.04. unsere erste Mitgliederversammlung in diesem Jahr im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam statt. Neben dem internen Teil zum fachlichen Austausch sowie zum Netzwerken widmeten wir uns im öffentlichen Teil dem Fokusthema „Solidarität der frauenpolitischen Verbände als Antwort auf Antifeminismus“. Nach einem Input zu intersektionalem Feminismus als Grundlage für gelebte Solidarität wurde in Kleingruppen über konkrete Strategien zur Stärkung des Zusammenhalts unter frauen- und gleichstellungspolitischen Akteur:innen im Wahljahr, aber auch darüber hinaus diskutiert.

 

Interner Teil

Der Kern jeder Mitgliederversammlung ist der gemeinsame Austausch über aktuelle und künftige Themen, Veranstaltungen und Anliegen. So stellten die Mitgliedsorganisationen ihre aktuellen Schwerpunkte vor und die Sprecherinnen und Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle legten einen Tätigkeits- und Finanzbericht ab.

Als Gäste waren dieses Mal wieder die Landesgleichstellungsbeauftragte Manuela Dörnenburg und Mitarbeiterinnen des Referats 16 “Frauen, Gleichstellung, Antidiskriminierung, Queere Lebensweisen” des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz eingeladen und diskutierten weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Wahljahr und darüber hinaus.

Außerdem stellte sich die Kontaktstelle der zivilgesellschaftlichen Akteur*innen zur Umsetzung der Istanbul-Konvention – kurz KIKO – vor. Die KIKO stellt sich auch hier in unserem Blog näher vor, sie verfolgt schwerpunktmäßig da s Ziel, die zivilgesellschaftliche Gewaltschutzarbeit im Land und damit die Umsetzung der Menschenrechtskonvention und die Querschnittsaufgabe Gewaltschutz begleitend und vernetzend voranzubringen.


 

Öffentlicher Teil: Solidarität der frauenpolitischen Verbände als Antwort auf Antifeminismus

In Zeiten von Wahlkampf und Konkurrenz legten wir den Fokus in unserer Mitgliederversammlung bewusst auf Solidarität und Zusammenarbeit. Wir haben uns darüber ausgetauscht, wie wir – gerade im Wahljahr, aber auch darüber hinaus – den Zusammenhalt unter frauen- und gleichstellungspolitischen Akteur:innen stärken und gemeinsam gezielter für geteilte Interessen einstehen können.

Für Solidarität bedarf es einer gemeinsamen Interessen- und Wertebasis, um über diese ins Gespräch zu kommen, starteten wir mit einem Input zu intersektionalem Feminismus und gingen der spannenden Frage nach, wie wir Solidarität durch Intersektionalität fördern können.

Antifeminismus richtet sich gegen gleichstellungspolitische Errungenschaften und Akteur:innen und gegen Feminismus als solches und fördert Spaltung, Hass und Hetze. Wir wollen Solidarität, Zusammenhalt, Teilhabe, Toleranz und Vielfalt. Wir sind überzeugt: Gleichberechtigung gehört zu unserer demokratischen Gesellschaft und ist nicht verhandelbar – Demokratie braucht Feminismus. Antifeminismus wird im Wahljahr strategisch eingesetzt. Wir müssen diesem solidarisch begegnen unnd gemeinsam für ein demokratisches, tolerantes und vielfältiges Brandenburg einstehen. Gemeinsam mit den Beteiligten aus unseren Mitgliedsorganisationen, Fördermitgliedern und der Landesgleichstellungsbeauftragten Manuela Dörnenburg diskutierten wir in drei Kleingruppen, wir wir dies konkret umsetzen und gestalten können.

  • Gruppe 1: Wie können wir v.a. in diesem Wahljahr gemeinsam gezielter Interessen vertreten?
  • Gruppe 2: Wie können wir Solidarität und Zusammenhalt auch über das Wahljahr hinaus stärken? Wie können wir uns ggf. für politisch schwere Zeiten wappnen und uns auch mit weiteren Akteur:innen solidarisieren und vielfältigere Perspektiven vertreten?
  • Gruppe 3: Wie können wir insgesamt den Zusammenhalt und das Zugehörigkeitsgefühl im FPR stärken?

Ausblick

Unsere nächste Mitgliederversammlung wird am 19. Oktober 2024 stattfinden. Bis dahin planen wir noch weitere Veranstaltungen zum Themenspektrum Umgang mit Antifeminismus sowie im Vorfeld der Wahlen.

Zuletzt möchten wir allen Teilnehmer:innen für den regen Austausch und die aktive Beteiligung danken sowie der Staatskanzlei Brandenburg für die Projektförderung zur Finanzierung des Projektes „Antifeminismus in Brandenburg – Gegenstrategien und Empowernment“ im Rahmen des Handlungskonzeptes „Tolerantes Brandenburg – für eine starke und lebendige Demokratie“, welche die Umsetzung des öffentlichen Teils der Mitgliederversammlung ermöglichten.